Abschied aus Ruinen

4. Februar 2012

Die Zeit des altehrwürdigen Georg-Melches Stadions läuft ab. Die Rückrunde ist bereits angepfiffen und im Mai werden die Abrissbagger anrollen. Auch wenn die Vorfreude auf das neue Stadion überwiegt, bleibt ein etwas wehmütiger Blick auf jene Ruine, deren langsamer baulicher Verfall irgendwie symbolisch für die letzten Jahrzehnte Rot-Weiss Essen zu stehen scheint…


„Danach Ende offen!“

4. Februar 2012

Das Borbecker Halblang ändert die Öffnungszeiten:

Der Absacker am Wochenende ist gerettet…

 

Öffnungszeiten des Borbecker Halblang 2012


Nie mehr 5. Liga!

Unter Arschgeburten

27. Januar 2011

In der aktuellen Ausgabe 215 des Musikmagazins VISIONS schreibt Jan Schwarzkamp (aus Voerde) einen Bericht über das Municipal Waste-Konzert im Café Nova. Borbeck wird als „Arsch von Essen“ beschrieben und mit dem Altenessen der 80er Jahre verglichen.

An sich schön geschrieben, nur betrübt es uns, dass Borbecker Eingeborene von Außenstehenden sozusagen als „Arschgeburten“ gesehen werden.

Aber nehmen wir das mal nicht persönlich…

Der schönste Fleck im deutschen Eck

is‘ die Borbecker Bay Area an der Köttelbeck

VISIONS Magazin Nr. 215 - Municipal Waste-Bericht_Nova WEITERLESEN


Borbeck bei Nacht

27. Januar 2011

NE12


Kein Bock auf Nazis: Borbeck stellt sich quer

9. November 2010

Der 9. November ist kein gewöhnlicher Novembertag.

In der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 zerstörten die Nationalsozialisten und deren Sympathisanten Einrichtungen jüdischer Bürger im gesamten damaligen deutschen Reich – auch in Borbeck!

[…] Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen nochmals Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete […]“ Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Reichspogromnacht

Jahrzehnte später fiel die Mauer – am 9 .November 1989. Seitdem hat dieses Datum eine weitere Bedeutung erlangt. Neben den Gräueltaten der Nationalsozialisten und ihrer nicht zu überbietenden Menschenverachtung hat man seit 1989 die Bilder der beginnenden Wiedervereinigung im Kopf.

Beide Ereignisse stehen in keinem inhaltlichen, poltischen, geschichtlichen oder sonstigen Zusammenhang.

Nun, 72 Jahre nach der Reichspogromnacht, marschiert die NPD am Germaniaplatz in Borbeck auf – in Gedenken an die Mauertoten. Das Auftreten der rechtsextremen NPD lässt nur den Schluß zu, daß es sich hier ausschließlich um eine antisemitische Provokation handelt. Daher ruft das Essener Bündnis Essen stellt sich quer zu einer Kundgebung gegen den unsäglichen und zynischen NPD-Aufmarsch auf. Die Borbecker Nachrichten merken dazu an, „Kalkulierte Provokation beleidigt Opfer der Kriege„.

„[…] Es sei ein Skandal, dass die NPD am Jahrestag der Novemberpo­grome der Nazis mit Fackeln an einem Kriegerdenkmal aufmarschieren dürfe, so Wolfgang Freye vom Runden Tisch. […]“ Vgl. http://www.derwesten.de/staedte/essen/In-Borbeck-droht-durch-NPD-Aufmarsch-Gedraenge-id3918735.html

Treffpunkt ist am 9.11.2010 um 18 Uhr auf dem Höltingplatz (vor Karstadt).


Tore des Monats von RWE

9. September 2010

Rot-Weiss Essen sorgt auch als Fünftligist für Furore in den Medien. Das Seitfallzieher-Traumtor von Alexander Thamm ist zum Tor des Monats August 2010 gewählt worden.


Im Jahr 1995 schossen gleich zwei Rot-Weiße ein Tor des Monats mit Fallrückziehern vor der Osttribüne. Speziell das Tor von Jörg Beyel erinnert an das 15 Jahre später erzielte Tor von Alexander Thamm.


Harte Konzerthighlights im Pott

29. August 2010

Was gute Rockshows betrifft, werden wir in der zweiten Jahreshälfte wirklich verwöhnt. Ich gebe einen kleinen Überblick über die Konzerte, die mir am Herzen liegen.

  • 2. – 5. September 2010 – Borbecker Marktfest

Das Borbecker Marktfest glänzt dieses Jahr wieder mit absoluten Highlights. Die Zahl der Top-Acts ist so groß, dass ich bis auf die Flotten Socken niemanden hervorheben möchte. Sonst würde die Liste zu lang werden. Empfehlen möchte ich auch die liebevoll gestaltete Homepage, da bleiben keine Fragen offen, ob sich ein Besuch dieses Jahr lohnen wird.

  • Freitag, 10. September 2010 – Essen Original – Innenstadt

In der ganzen Innenstadt verteilt finden das Wochenende über Konzerte statt, die mehr oder minder interessant sind. Einen guten Überblick gibt die Essen.Original-Homepage. Einen gelungenen Kontrast zum Schönebecker Jugendblasorchester auf dem Kennedyplatz (!) bietet die turock-Bühne mit internationalen Thrash-Metal-Ikonen wie Entombed, Warbringer, Skeletonwitch oder die Doom-Metaller Grand Magus. Zeitgleich spielen die Half Ass Monkeys Funknoise Rock’n’Roll auf der Young Stage am Flachsmarkt um 22:30 Uhr. (Werbung in eigener Sache 😉 )

Das komplette Programm ist umsonst & draußen. Ein Besuch lohnt sich dieses Jahr

  • 9. – 10. Oktober 2010 – Denovali Swingfest – JZE Essen

Im JZE-Papestr. findet über zwei Tage ein sehr interessantes Festival von dem Undergroundlabel Denovali, bekannt für krude Genre wie Darkjazz, Postrock und Metal, statt. Celeste (FR), 65daysofstatic (UK), Omega Massif (DE) oder Heirs (AUS) locken gewiss nur ein kleines erlesenes Publikum an, welches aber aus ganz Europa anreisen wird. Selten spielen Bands solcher Qualität geballt in einer Venue.

Hömma? Wat is? Traditionell am ersten Freitag im Dezember findet im Café Nova der Anstich des edlen Bockbiers der Dampfbierbrauerei statt und wird zünftig mit der Band um Sandy, Beini und Frank zelebriert. Über die Lokalmatadore Atemlos aus Borbeck habe ich schon an anderer Stelle genug Worte verloren.

Wer nach dem Winterbocksanstisch am Abend zuvor im Nova noch Kraft hat, sollte sich nach Steele ins Julius Leber Haus begeben. Eine geballte Fülle an harten Riffs werden das beschauliche Steele erschüttern. Die neue Borbecker Southern Rock-Band Lightbearer eröffnet für die Kanadier Bison B.C., Coliseum aus Kentucky und Kvelertak aus Dänemark. Alle vier Bands werden den Backstageraum bierschwanger verlassen, um knackig und erbarmungslos alles zu zerlegen. In diesem Rahmen wird man die Bands bestimmt nicht mehr erleben können. Ein absolutes Muss für den Fan des schweren Black Sabbath-Sounds.

Eine der unterhaltsamsten Bands der Welt sind Municipal Waste aus den USA. Schnell, bescheuert und wild geht es bei den Live-Shows zu. Gespannt darf man sein, wie sie das kleine Café Nova zerlegen werden. Support spielen wieder die von mir sehr geschätzten Lightbearer und Burning Love aus Kanada.


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