Borbecker Halblang

15. Januar 2009

Borbecker Halblang ist eine im Ruhrgebiet verbreitete Bezeichnung für übergroße Kinderkleidung oder zweitverwendete Hosen.

Im 19. bis ins mittlere 20. Jahrhundert war es aus Gründen der Sparsamkeit üblich, Kinderkleidung etwas größer als benötigt zu kaufen, so dass die Kinder „hineinwachsen“ konnten. Der Begriff Borbecker Halblang für diese Mode bürgerte sich im ganzen Ruhrgebiet ein und wurde hauptsächlich für Jungenhosen genutzt.

Eine Umdeutung für den Begriff hat sich nach dem 2. Weltkrieg ergeben, als sich viele Menschen keine spezielle Kleidung für die Sommermonate leisten konnten. Aus diesem Grund schnitt man damals von älteren Hosen einen Teil ab, und machte diese so sommertauglich. [...]

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