Dönekes

Borbeck bei Nacht

27. Januar 2011

NE12

4:1, du verkackter englischer Frischbiertrinker!

Die geteilte Bananenrepublik

22. Februar 2010

Wenn ich im ehemaligen Ostteil Berlins in Friedrichshain einen Kilo Bananen kaufe, kostet dieser nur 99 Cent. Das Doppelte, nämlich 1,99 €, hab ich heute bei Edeka am Wolfsbankring in Essen-Borbeck für einen Kilo gezahlt.

Eine schreiende Ungerechtigkeit für den Verbraucher. Wird uns Westdeutschen beim Bananenkauf ein versteckter Soli-Zuschlag untergejubelt? Oder werden Bananen auch 20 Jahre nach der Wende noch in Ostdeutschland subventioniert?

Dazu fällt mir nur ein Klassiker des Stadiongesangs ein, der grundsätzlich gegen Mannschaften aus der ehemaligen DDR angestimmt wird:

„Zwei Apfelsinen im Jahr und zum Parteitag Bananen

und wir singen Hurra, der Kommunismus ist da!“

Eintracht Borbeck in den 70er Jahren

15. Dezember 2009

Ich habe eine wunderschöne Dokumentation über den Alltag einer Fußballmannschaft in Essen-Borbeck gefunden. Produziert wurde es damals vom ZDF-Sportstudio. Es dreht sich aber nicht nur um Fußball, sondern auch um die persönlichen Probleme von den Fußballern und ihren Frauen. Die Ehefrauen der Spieler schildern ihre Wünsche, dem tristen Leben als Gattin zu entfliehen und wünschen sich mehr Abwechslung in ihrem Leben. Also gründen sie eine Frauenmannschaft.

Die jungen Männer fragen sich, wie es in ihrem Leben wohl weitergehen wird und trösten sich mit dem allwöchentlichen Sonntagskick. Perspektivlosigkeit in den Siebzigern.

Dazu gibt es schöne Bilder aus dem alten Borbeck und dem Fußballplatz von DJK Eintracht Borbeck neben dem Don Bosco-Gymnasium. Da ich selber viele Jahre dort gekickt habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass sich da in den letzten 40 Jahren NICHTS verändert hat. Selbst die kleine Vereinskneipe hat nichts von ihrem Charme verloren. In der Umkleidekabine hab ich selber das Eintracht-Trikot übergezogen. Es gab nur einen Unterschied zu damals in den 70ern: Wir durften in den Umkleidekabinen nicht rauchen und saufen!

Ich schmecke den Schutt vom Aschenplatz noch auf meiner Zunge und rieche den abgestandenen Schweiß in den Umkleidekabinen.

Currywurst-Gespräche

21. Oktober 2009

Neulich hab ich mir in Berlin eine Currywurst bestellt, um den Kulturstreit über die beste Wurst neu zu entfachen. Bei Curry 32 in Prenzlauer Berg sagte ich dem Wurstbrater, dass ich aus dem Ruhrgebiet sei und nun mal einen Vergleich aufstellen wolle. Seine Reaktion:

„Ruhrgebiet? Kenn ich! In Köln war ich auch schon mal.“

P.S.: Unappetitlich ist auch die Frage: „Mit oder ohne Darm?“

Vom Vorortclub zum Trümmerhaufen

9. März 2009

Am Mittwoch den 4.März fand neben der wichtigen Ratssitzung über den Stadion-Neubau auch eine sehr interessante Veranstaltung in der Alten Cuesterey in Essen-Borbeck statt. Der Kultur-Historische Verein Borbeck veranstaltet mit dem Stadtarchiv Essen eine Ausstellung über die Anfänge von Rot-Weiss Essen. Im Zuge dessen hielt der Sporthistoriker Prof. Dr. Andreas Luh (Ruhr-Universität Bochum) einen Vortrag über das „System Melches“. Es ging um den Aufstieg des kleinen Vorortclubs „SV Vogelheim“ zum international renommierten Verein „Rot-Weiss Essen“ in den 50er Jahren. Die Familie Melches, insbesondere Georg, haben durch ihr Engagement den Erfolg unseres Vereins in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts möglich gemacht. Den ganzen Beitrag lesen »

Die Zunge Europas

21. Januar 2009

Mein größter und in Wirklichkeit einziger Wunsch:

Mit nacktem Oberkörper Holz hacken, ohne dass es scheiße aussieht. Glück könnte so einfach sein.


Kofferraumdeckel. Was für ein deprimierendes Wort. Deprimierende Worte, deprimierende Welt:

Jojo-Diät, Kofferraumdeckel, Weight Watchers, Atkins, Fettwaage, Schleifkorbtrage, Fatburner, Alarmstufe Rahmstufe, FDH, Vierfachkinn, Sauklumpen, Dickenturnen, Röllchenalarm, highty mighty undundundoderoderoder.

Die Wahrheit ist nämlich so: Nichts schmeckt so gut wie Dünnheit sich anfühlt.

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