Musik

Festival-Checkliste

30. Juni 2009

Die Festivalsaison ist angebrochen. Für mich gehts am Donnerstag zum Metal- und Punkrock-Festival WITH FULL FORCE. Grade wenn die Vorbereitung jedes Jahr zur Routine wird, sollte man sich detailliert vorbereiten, um nichts zu übersehen. Hat jemand noch Anregungen für meine Liste? Bitte kommentieren!

Meine Festival-Checkliste (Stand 2009):

  • Ticket
  • Zelt

Heringe, Zeltstangen

  • Rucksack
  • Musikfestival5

gebrannte CDs,

iPod aufgeladen?? (wichtig: Die Kassierer, Die Doofen, Turbonegro, RWE-Lieder, Festival-Sampler ab 2002)

  • Hygiene

Feuchttücher!!,

WC-Plastik-Sitze!!,

Zahnbürste + Pasta

Desinfektionsspray

Klopapier (multifunktional!),

(Deo, Parfüm, Rasierer, Haarwachs & Haarspray entfernen!!!!)

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King of Pop

26. Juni 2009

Michael Jackson's Star On Hollywood

Michael Jackson's Star / Sërch @ Flickr.com

Michel from The Jackson Five -
Finished now is all his live.
Children so as Mom and Dad
Are about this “top”-news sad.
Why only said God now Stop
To the heart of King of Pop?!:-(
But anyway:
In Beverly Hills and in the Bronx
“Thrill” and the other songs
Will stay!!!!!!!!

von Thomas Gsella, Titanic Magazin

Fear And Loathing in Rüttenscheid

16. Juni 2009

René Pascal

René Pascal

Was bewegt zwei Mittzwanziger im Saft des Lebens sein gewohntes Territorium des bodenständigen Borbecks zu verlassen, um das schicke Rüttentütten zu besuchen?

Ganz einfach. Seit zwei Wochen gibts kein Fußball mehr im Stadion oder TV, wo soll man sich denn dann gepflegt volllaufen lassen? Also treiben sich die Vergnügungssüchtigen im Namen des zynischen Alkoholismus auf Stadtfesten herum.

Einmal im Jahr werden die in Rüttentütten kreuz und quer parkenden SLKs rechtzeitig abgeschleppt, um proletarischen Bratwurst- und Bierständen Platz zu machen. Mein Vater warnte mich noch vor: “Ist doch jedes Jahr das Gleiche. Du stehst an einem Bierstand, trinkst zwei Bier, hörst dir schlechte Musik von einer Dire Straits-Coverband an. Dann gehst du 20 Meter, stellst dich an den nächsten Bierstand, trinkst zwei Bier und hörst schlechte Musik. Also torkelst du weiter zum nächsten Bierstand.” Waren diese Worte mahnend an mich gerichtet, bewirkten sie das Gegenteil. Meine innere Stimme schrie nur: “Geil! Verdammt gute Idee!”

Doch es sollte anders kommen. Zumindest was die schlechte Musik anbetrifft.

Pünktlich um 17 Uhr versammelte sich die aufgeschlossene Schlagergemeinde an der Annastraße, um auf der fulminanten “Ruhrschnellweg-Bühne” (Maßstabsgetreu der Augsburger Puppenkiste nachempfunden) den Stargast des Abends zu sehen: René Pascal – der Schlagergott aus dem Kohlenpott.

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Festivalsommer im Ruhrgebiet

25. Mai 2009

Wer auf harte Feierei aus ist, kann diesen Sommer wieder ordentlich abräumen. Fast jedes Wochenende findet irgendwo im Pott ein Festival statt. Ich werde mich wohl auf dem einen oder anderen Massenspektakel sehen lassen. In chronologischer Reihenfolge meine Favoriten:

WERDENER PFINGST OPEN AIR – 1.Juni 2009

Das Löwental in Essen-Werden, eine Institution seit Jahren. Seit 2 Jahren: Die besoffenen Zecken müssen leider draußen bleiben, weil das Festival zwar “Umsonst & Draußen” ist, aber Bier für umsonst draußen bleiben muss. Nicht so stark besetzt, aber ich freue mich auf Kreator (wir berichteten) und Whitest Boy Alive (großer Song: 1517).

DEVILSIDE – 28.Juni 2009

Ein neues Festival im Landschaftspark in Duisburg. Die Location verspricht viel, das Line-Up auch. Der Burner sind Motörhead, Misfits, Hammerhead (!!) & Sepultura. Wer nicht in schwarzer Lederhose kommt, kriegt aufs Maul! Die 39 Ocken lohnen sich garantiert. mehr dazu hier

VAINSTREAM -  2. + 3. Juli 2009

Die Hype-Schickeria der Metal & Hardcore-Szene trifft sich in Münster. Absolut geiles hartes Line-Up. Suicidal Tendencies lassen sich auch mal wieder in NRW blicken. Wer neben den Bands noch auf volltätowierte Bodybuilder-Prolls und minderjährige Ritzerkids steht, ab ins Münsterland. Tipp: Nicht zu nah an der Bühne stehen, es darf gemosht werden.

BOCHUM TOTAL -  2. – 5. Juli 2009

Der Weg in das Bochumer Bermuda Dreieck geht an diesem Wochenende eigentlich immer klar. Schön mit einem Rucksack voller Bier das Geschehen verfolgen und über Alkoholleichen stolpern. In der ganzen Innenstadt ist Polackenflachrennen. Leider sind die Bands meist nicht immer so der Burner.

FEST VAN CLEEF – 12.Juli 2009

Delta Park Essen: Tomte & Muff Potter mittendrin? Kaum zu glauben, die deutschen Indie-Kronprinzen geben sich im Tempel des Ballermanns die Ehre. Im Vergleich zu anderen Festivals sind 26 Euro kaum gerechtfertigt. Aber Element Of Crime-Fans haben ja sonst auch nicht viel zu lachen.

JUICY BEATS – 1. August 2009

Deichkind haben vor zwei Jahren schon mal abgeräumt, dieses Jahr kommen sie wieder in den Westfalenpark Dortmund. Ein absolutes Muss für Electro-Freunde. Von Samstagmittag bis in den Sonntagmorgen hinein wird meist elektronisch auf 20  Stages abgewackelt. Da ist wirklich jeder Stil vertreten. Mit dabei noch: Jazzanova & Alter Ego etc pp. Cool ist auch die Hotel Shanghai-Stage. 19 Euro im VVK sind definitiv korrekt.

AREA 4 – 21. – 23.August 2009

Das Line-Up sagt alles. Wer Ende August noch Kohle übrigt hat, geht nach Lüdinghausen. FAITH NO MORE ! LIFE OF AGONY THE OFFSPRING THURSDAY ANTI-FLAG CJ RAMONE EAGLES OF DEATH METAL PANTEON ROCOCO RISE AGAINST TURBOSTAAT DEFTONES FARIN URLAUB RACING TEAM THE GET UP KIDS MAD CADDIES

ESSEN ORIGINAL – 28. – 30.August 2009

Schwach präsentiert sich Essen dieses Jahr. Man beschränkt sich auf Klassik für Graumelierte und Jazz-Gegniedel für Sonderpädagogen. Passend zur gesamten Stadtpolitik wird auf Musik für die breite Masse verzichtet. Einzig die MADE IN ESSEN Stage für Essener Nachwuchs-Rockbands findet statt. Peinlich auch das Glasflaschenverbot. So wird das nix mit einer populär-kulturellen Haupstadt Europas 2010.

Außerhalb von NRW:

SZIGET 12. – 17.August 2009

Budapest, Ungarn. Auf einer Insel findet in 5 (+2) Tagen das exzellenteste Festival, was Europa zu bieten hat. Internationale Gäste, vielseitiges Musikangebot und günstige Getränkepreise. Die Rockstage bietet Deftones, Bloc Party, Klaxons, Die Toten Hosen, Faith No More und so weiter. In der Partyarena werden Digitalism mich zum Tanzen bringen und für Hippie-Scheiße gibts die World Stage. Empfehlen kann ich auch die ungarischen Frauen, die gibts neben den 120 Euro Eintritt allerdings meist kostenlos (oder höchstens ein, zwei Palinka). Ich bin Stammgast seit 4 Jahren. Mehr dazu hier.

WITH FULL FORCE

Findet leider parallel zum Vainstream statt, hat aber mit den Kassierern (u.a.!) Einiges zu bieten. Weiter Weg nach Dunkeldeutschland muss gut geplant sein.


dredg: Für die Desillusionierten

12. Mai 2009

dredg @ myspace

dredg @ myspace

Für mich jetzt schon eins der Alben des Jahres: “The Pariah, The Parrot, The Delusion” von dredg, einer Alternative/Progressive Rockband aus der Bay Area. Wundervolle instrumentale Klänge mit der melancholischen Stimme von Gavin Hayes. Meist bilden geniale Drums kombiniert mit dem Piano (beides gleichzeitig gespielt vom Schlagzeuger) den Unterbau für einen Gitarrensound, der leichtfüßig zum Abheben in den Sternenhimmel einlädt. Elektronische Spielereien runden den Gesamtsound ab. Selbst für die Experimentierfreudigkeit lohnt es sich die am 29. Mai 2009 erscheinende LP zu kaufen. Perfekt wird der Song jedoch erst durch den ergreifend melancholischen Gesang. Ein gutes Beispiel für den Sound bietet die Single “Information“. Noch sind nicht alle Songs sind auf ihrer Myspace-Seite zu hören, aber es verspricht der Wahnsinn zu werden.

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Borbeck Restlos Atemlos

4. Mai 2009

HÖMMA!

HÖMMA WAT IS?

Hömma wat is?

Wichtigster Termin des Jahres: Samstag der 9.Mai 2009, 19 Uhr.

Die Borbecker Lokalmatadore Atemlos spielen im Café Nova. Dat heißt literweise Bier und Schweiß werden in Borbeck vergossen. Für viele eins der Konzerthighlights des Jahres, weil Party garantiert ist. Ob 40-jähriger Altrocker, Abiturient oder Schlosserlehrling. Selbst die Geistlichkeit in Form vom Pfarrer der Dreifaltigkeitskirche gibt sich die Ehre.

Die Herrschaften namens Beini, Frank und Sandy sind alle Borbecker Urgesteine und spielen seit über 20 Jahren zusammen. Jedes Jahr im Frühjahr geben sie einen Gig im Café Nova. Neben dem Winterbockanstich am ersten Freitag im Dezember ein rot angestrichener Termin im Kalender.

Neulinge, die noch auf keinem Atemlos-Konzert waren, kratzen sich zu Beginn noch irritiert am Kopf, was der kräftige Mann mit dem schütteren Haar und dem Schnauzbart da oben auf der Bühne für einen Heck Meck veranstaltet. Nach zwei großen Gläsern Dampfbier sieht die Sache aber schon anders aus, denn der Neuling befindet sich mitten im Pulk von berauschten Fans und gröhlt wankend und tanzend mit. Kein Scherz, das habe ich schon mehrmals erlebt. Ob Ossi oder Münsteraner.

Wer braucht millionenschwere Projekte, wenn die wirklich echte Kulturhauptstadt mitten in Borbeck ihr pilsgeschwängertes Herz hat? Den ganzen Beitrag lesen »

Achtziger Ruhrpott-Style, ey!

26. März 2009

Der einzig wahre Beitrag für die Kulturhauptstadt 2010

Kruppstahl und Thrash Metal – Dafür steht Essen in der Welt!

„Liebe Zuschauer, im Essener Norden sind die Zechen schon lange geschlossen. Für Jugendliche gehören abgebrochene Lehren, Arbeitslosigkeit, Drogen und Alkohol schon zum tristen Alltag. In der stillgelegten Zeche Carl treffen sich die Kids aus der Gegend. Hier können sie ungestört ihre Thrash-Musik machen.“

Die Doku “THRASH ALTENESSEN” wurde 1989 in der ARD gesendet und glänzt mit schönen bewegten Bildern aus dem Essener Norden. Sie zeigt den Alltag von Jugendlichen mitten im Strukturwandel des Ruhrgebiets in den 80er Jahren. Mittendrin: Die einzige Band, die es aus Essen wirklich zu Weltruhm gebracht hat: Kreator. In der Metal-Szene seit zwei Jahrzehnten vergöttert, finden sie im biederen Essener Musikalltag kaum Beachtung. Keine anderen Künstler aus dem Pott haben das Leben zwischen Kohle und Stahl besser in der Welt repräsentiert als sie. Sie haben mehr als 2 Millionen Platten verkauft und touren regelmäßig durch Nord- und Südamerika, Asien,..bis heute!

Zieht euch diese Doku rein, auch wenn ihr kein Faible für harte Rockmusik habt. Dat is echter Ruhrpott im Achtziger-Style! Unschlagbar mit knatschengen Jeans, langen fettigen Malocher-Metal-Matten und einem Einkaufswagen als Grill in einer Schrebergartensiedlung.

Komplette Video-Playlist:

http://www.youtube.com/watch?v=_LlD7f05diQ&feature=PlayList&p=8C8045F936C6A04C&index=0

Folk-Andacht in Borbeck

22. März 2009

Am Samstag den 21.März zeigte sich der Folk-Musiker David Munyon aus Rhode Island in bester Verfassung und spiele über 3 Stunden für die 100 Zuhörer. Fast gespenstisch war die Ruhe im Publikum, andächtig lauschte man diesem gebrochenen Mann und seinen Songs. Es war wirklich ein schöner Abend, wobei das Publikum zumeist jenseits der 40 war und der erwartete Moshpit mit anschließendem Saufgelage leider ausblieb. Dass ich jedoch nach dem Konzert als letzter an der Theke ohne Kontrahent verweilte hätte ich bei diesem Alt-Hippie Volk nicht erwartet.

Zu bewundern war sein Altar aus kitschigen Götzenbildern. Der Ex-Junkie (20 Jahre an der Nadel) versuchte uns zu seinem polytheistischen Potpourri aus Buddha, Jesus und Dylan zu bekehren.

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