Stadtgeflüster

Kein Rudelgucken auf dem Kennedyplatz

Kai 2. März 2010

Noch 100 Tage bis zur WM!

Doch auf dem Kennedyplatz in Essen der Kulturhauptstadt wird es kein Public Viewing geben. Dies bestätigte jedenfalls die Essen Marketing auf Nachfrage von Radio Essen.

In Zeiten der Hochkultur findet sich in unserer Innenstadt Einkaufsstadt nun mal kein Platz für ein Randphänomen wie Fußball.

Ob es, wie zur EM 2008 eine große Sause in der Messe Essen geben wird, steht auch noch in den Sternen. Bleibt zu hoffen, daß die 11Freunde-Bar die Lücke schließen will und kann…

Jawattdenn.de fragt, Hülsmann antwortet!

Kai 26. Februar 2010

Was WAZ, NRZ, Reviersport & Co anscheinend nicht zu fragen wagen, erledigen nun die Jungs von Jawattdenn.de.

Christian Hülsmann stellt sich im großen Interview den Fragen der leidgeprüften rot-weissen Seele. Neben vielen Erklärungen, die die eigentlich unverständlichen Zusammenhänge ein wenig verständlicher werden lassen, macht ein Satz mal wieder Hoffnung:

[...] Es ist momentan nichts gestoppt und wir liegen noch voll im Zeitplan. [...]

Spätestens ab dem Frühjahr könnte sich der morgendliche Blick in die Baustellen-Webcam wieder lohnen (oder halt eben auch nicht).

Das ganze Interview gibts bei Jawattdenn.de!

Borbeck wie es singt und lacht

Kai 4. September 2009

Wir schreiben das erste Wochenende im September und es geht schon wieder los.
Um Punkt 14 Uhr erinnerte ein Borbeck beschallendes Mickie-Krause-Hitmedley daran, daß unser berühmtes Borbecker Marktfest wieder losgeht.

Auch in diesem Jahr gibt es ab freitags wieder ein interessantes Showprogramm aufzwei großen Bühnen.

Interessanterweise wird hier, ähnlich wie beim Essen Original, am Bühnenangebot gespart. Der Unterscheid liegt aber wohl darin, daß sich hier kaum einer über das geschrumpfte Programm aufregen wird; vermutlich wird  das Aufregungspotential dadurch eher verringert.

Ich wäre gern noch etwas näher auf das diesjährige Programm eingegangen, aber leider gibt es diesmal keinen Veranstaltungsflyer als pdf bei der CeBo.

Ich weiß zwar nicht genau wann sie spielen, aber erfahrungsgemäß wissen die Coverbands flashback und Money For Nothing durchaus zu unterhalten.

Scheiß Wetter, komische Ramschstände, “interessantes” Bühnenprogramm, zu hoher Asifaktor, [...] – aber wat solls?! Man sieht sich bestimmt am Bierstand des Vertrauens!

Essen Original vs. Essen Originell

Kai 28. August 2009

Essen Originell 2009Es gab Zeiten, in denen man auf eine Koexistenz von “Hochkultur”  und Subkultur hoffen konnte.

Dies hat sich spätestens dieses Jahr erledigt, denn die Essener Marketing Gesellschaft hat sich im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres dazu entschlossen, ein familienfreundliches, anbiederndes und kulturell höchst anspruchsvolles Fest auf die Beine zu stellen (Headlinder am Freitag: Mark Medlock).

Präsentierte man sich vor drei Jahren noch als großzügig genug die Loveparade schnell und erstaunlich unbürokratisch auf die Beine zu stellen, passen heute die HipHop-Bühne, die Turock-Bühne und die Reflection Dark-Bühne nicht mehr ins Konzept dieses “Musikfests”.

Interessanterweise wollen das nicht alle so hinnehmen und so gibts ab heute die kleine aber unterstützenswerte Gegenveranstaltung Essen Originell.

Parallel zum musikalischen Programm soll es am Samstag auch eine Demo bzw. einen Blackmob geben, um friedlich auf diesen kulturellen Misstand hinzuweisen:

Essen Originell   Subkultur statt Mainstream

[...] Original Text EMG „Jugend und junge Erwachsene würden nicht in die Innenstadt passen, da Fehlverhalten und Ausschreitungen befürchtet werden“ Zitat Pressemitteilung AKJ vom 24.032009
Könnt und wollt ihr dies als „Schwarze Szene“ so hinnehmen? Möchtet ihr euch aus eurem eigenen Revier ausschließen lassen?
Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern mit wachsender Zahl aus der gesamten Szene möchten wir als das Protestbündnis Essen Originell,
ein Zeichen setzen und

NEIN sagen!
NEIN zur Ausgrenzung!
NEIN zur Diskriminierung
NEIN zur Ignoranz!

Wollt Ihr Euch vertreiben lassen?

NEIN

WIR halten zusammen!
Wir sind das Revier!!!

Deshalb planen wir im Zuge des Essen Originell 2009 den ersten großen schwarzen Flashmob im Ruhrgebiet!
In einer friedlichen Protestaktion wollen wir der EMG, der Stadt Essen und damit auch dem ganzen Ruhrgebiet zeigen, wie viele wir sind und dass wir dazu gehören!
Auch wir wollen als große Community feiern, Spaß haben und akzeptiert werden!
Wenn ihr das genau so seht, Teil von etwas Großem sein und etwas bewegen wollt, dann macht mit beim ersten BLACKMOB (http://www.black-mob.info) im Ruhrgebiet! [...]



Hier das Line-Up, Leo Store Essen, Viehofer Straße 58, 45127 Essen:

Freitag:
16:00 – 16:30 Uhr: 30 Fact
16:30 – 16:45 Uhr: Stadtlichter
16:55 – 17:20 Uhr: Ro’Shan
17:20 – 17:45 Uhr: Christoph Görges
17:45 – 18:00 Uhr: Showact
18:00 – 18:45 Uhr: Empty Day
18:45 – 19:00 Uhr: Showact
19:00 – 19:45 Uhr: Blütenasche
19:45 – 20:00 Uhr: Showact
20:00 – 21:15 Uhr: Temple Of Twilight
21:15 – 21:30 Uhr: Showact Model Wizko
21:30 – 22:00 Uhr: Melanculia

Samstag:
16:00 – 16:45 Uhr: A Lucid Moment
16:45 – 17:00 Uhr: Showact
17:00 – 17:45 Uhr: Bool
17:45 – 18:00 Uhr: Showact
18:00 – 18:45 Uhr: Jaana
18:45 – 19:00 Uhr: Showact
19:00 – 19:45 Uhr: Dinner Ratz
19:45 – 20:00 Uhr: Showact Model Wizko
20:00 – 20:15 Uhr: Black-Mob
20:15 – 21:00 Uhr: TONK!
21:00 – 21:15 Uhr: Feuershow Ferox Ignis
21:15 – 22:00 Uhr: Atomic Neon

Essen.Unoriginell 2009

Gregor 10. Juli 2009

Kreiiiiiisch! Mark Medlock kommt zum Essen Original 2009, wie unoriginell!

Aber den Viehofer Platz kann man Samstag (Snaga&Pillath) und Sonntag (Pretrash, Freakatronic, Arme Ritter) gut besuchen.

Essen Original Musikschrott Programm 2009

Ruhrstadt-Visionen

Gregor 26. Juni 2009

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!

-

Ich habe selten so gelacht.

Gefunden bei ruhrbarone.de

Der Dicke

Kai 19. Juni 2009

Grand Spektakel in Borbeck.

Grosser Sockel Torso XX von Waldemar Otto

Skulptur „Männlicher Torso” bei Nacht

Die Skulptur “Männlicher Torso” des Künstlers Waldemar Otto, von den Borbeckern mittlerweile mehr oder weniger liebevoll “Der Dicke” genannt, wurde am letzten Freitag mit großem Pomp eingeweiht.

Neben dem Stifter, Christoph Metzelder und unserem OB war natürlich alles vertreten, was weitläufig unter den Begriff Lokalprominenz fällt. Selbstverständlich sorgte das Don Bosco Blasorchester für die musikalische Untermalung des Festaktes – schließlich hat das Don Bosco Gymnasium die Patenschaft für die Skulptur übernommen.

Neben dem eigentlichen Staatsakt trug auch ein nicht näher bekannter Borbecker Trunkenbold zur Unterhaltung bei. Beschränkte er sich zunächst auf die Plakatniederlegung “Das Ding muss weg”, folgte im zweiten Akt seines Moralaufstands eine musikalische Darbietung aus dem Bereich Trillerpfeife. Letztendlich provozierte er aber selber mehr als es unser nackter Dicke je könnte.

Bleibt zu hoffen, daß Christoph Metzelder sein Kunstwerk ein wenig genießen konnte, denn so leicht wird das beim Signieren des hundertsten Panini-Albums bzw. Trikots nicht gewesen sein.

Fear And Loathing in Rüttenscheid

Gregor 16. Juni 2009

René Pascal

René Pascal

Was bewegt zwei Mittzwanziger im Saft des Lebens sein gewohntes Territorium des bodenständigen Borbecks zu verlassen, um das schicke Rüttentütten zu besuchen?

Ganz einfach. Seit zwei Wochen gibts kein Fußball mehr im Stadion oder TV, wo soll man sich denn dann gepflegt volllaufen lassen? Also treiben sich die Vergnügungssüchtigen im Namen des zynischen Alkoholismus auf Stadtfesten herum.

Einmal im Jahr werden die in Rüttentütten kreuz und quer parkenden SLKs rechtzeitig abgeschleppt, um proletarischen Bratwurst- und Bierständen Platz zu machen. Mein Vater warnte mich noch vor: “Ist doch jedes Jahr das Gleiche. Du stehst an einem Bierstand, trinkst zwei Bier, hörst dir schlechte Musik von einer Dire Straits-Coverband an. Dann gehst du 20 Meter, stellst dich an den nächsten Bierstand, trinkst zwei Bier und hörst schlechte Musik. Also torkelst du weiter zum nächsten Bierstand.” Waren diese Worte mahnend an mich gerichtet, bewirkten sie das Gegenteil. Meine innere Stimme schrie nur: “Geil! Verdammt gute Idee!”

Doch es sollte anders kommen. Zumindest was die schlechte Musik anbetrifft.

Pünktlich um 17 Uhr versammelte sich die aufgeschlossene Schlagergemeinde an der Annastraße, um auf der fulminanten “Ruhrschnellweg-Bühne” (Maßstabsgetreu der Augsburger Puppenkiste nachempfunden) den Stargast des Abends zu sehen: René Pascal – der Schlagergott aus dem Kohlenpott.

Den ganzen Beitrag lesen »

Nächste Einträge »