Archiv für das Tag 'Café Nova'

Unter Arschgeburten

27. Januar 2011

In der aktuellen Ausgabe 215 des Musikmagazins VISIONS schreibt Jan Schwarzkamp (aus Voerde) einen Bericht über das Municipal Waste-Konzert im Café Nova. Borbeck wird als „Arsch von Essen“ beschrieben und mit dem Altenessen der 80er Jahre verglichen.

An sich schön geschrieben, nur betrübt es uns, dass Borbecker Eingeborene von Außenstehenden sozusagen als „Arschgeburten“ gesehen werden.

Aber nehmen wir das mal nicht persönlich…

Der schönste Fleck im deutschen Eck

is‘ die Borbecker Bay Area an der Köttelbeck

VISIONS Magazin Nr. 215 - Municipal Waste-Bericht_Nova Den ganzen Beitrag lesen »

Harte Konzerthighlights im Pott

29. August 2010

Was gute Rockshows betrifft, werden wir in der zweiten Jahreshälfte wirklich verwöhnt. Ich gebe einen kleinen Überblick über die Konzerte, die mir am Herzen liegen.

  • 2. – 5. September 2010 – Borbecker Marktfest

Das Borbecker Marktfest glänzt dieses Jahr wieder mit absoluten Highlights. Die Zahl der Top-Acts ist so groß, dass ich bis auf die Flotten Socken niemanden hervorheben möchte. Sonst würde die Liste zu lang werden. Empfehlen möchte ich auch die liebevoll gestaltete Homepage, da bleiben keine Fragen offen, ob sich ein Besuch dieses Jahr lohnen wird.

  • Freitag, 10. September 2010 – Essen Original – Innenstadt

In der ganzen Innenstadt verteilt finden das Wochenende über Konzerte statt, die mehr oder minder interessant sind. Einen guten Überblick gibt die Essen.Original-Homepage. Einen gelungenen Kontrast zum Schönebecker Jugendblasorchester auf dem Kennedyplatz (!) bietet die turock-Bühne mit internationalen Thrash-Metal-Ikonen wie Entombed, Warbringer, Skeletonwitch oder die Doom-Metaller Grand Magus. Zeitgleich spielen die Half Ass Monkeys Funknoise Rock’n’Roll auf der Young Stage am Flachsmarkt um 22:30 Uhr. (Werbung in eigener Sache 😉 )

Das komplette Programm ist umsonst & draußen. Ein Besuch lohnt sich dieses Jahr

  • 9. – 10. Oktober 2010 – Denovali Swingfest – JZE Essen

Im JZE-Papestr. findet über zwei Tage ein sehr interessantes Festival von dem Undergroundlabel Denovali, bekannt für krude Genre wie Darkjazz, Postrock und Metal, statt. Celeste (FR), 65daysofstatic (UK), Omega Massif (DE) oder Heirs (AUS) locken gewiss nur ein kleines erlesenes Publikum an, welches aber aus ganz Europa anreisen wird. Selten spielen Bands solcher Qualität geballt in einer Venue.

Hömma? Wat is? Traditionell am ersten Freitag im Dezember findet im Café Nova der Anstich des edlen Bockbiers der Dampfbierbrauerei statt und wird zünftig mit der Band um Sandy, Beini und Frank zelebriert. Über die Lokalmatadore Atemlos aus Borbeck habe ich schon an anderer Stelle genug Worte verloren.

Wer nach dem Winterbocksanstisch am Abend zuvor im Nova noch Kraft hat, sollte sich nach Steele ins Julius Leber Haus begeben. Eine geballte Fülle an harten Riffs werden das beschauliche Steele erschüttern. Die neue Borbecker Southern Rock-Band Lightbearer eröffnet für die Kanadier Bison B.C., Coliseum aus Kentucky und Kvelertak aus Dänemark. Alle vier Bands werden den Backstageraum bierschwanger verlassen, um knackig und erbarmungslos alles zu zerlegen. In diesem Rahmen wird man die Bands bestimmt nicht mehr erleben können. Ein absolutes Muss für den Fan des schweren Black Sabbath-Sounds.

Eine der unterhaltsamsten Bands der Welt sind Municipal Waste aus den USA. Schnell, bescheuert und wild geht es bei den Live-Shows zu. Gespannt darf man sein, wie sie das kleine Café Nova zerlegen werden. Support spielen wieder die von mir sehr geschätzten Lightbearer und Burning Love aus Kanada.

Borbeck Restlos Atemlos

4. Mai 2009

HÖMMA!

HÖMMA WAT IS?

Hömma wat is?

Wichtigster Termin des Jahres: Samstag der 9.Mai 2009, 19 Uhr.

Die Borbecker Lokalmatadore Atemlos spielen im Café Nova. Dat heißt literweise Bier und Schweiß werden in Borbeck vergossen. Für viele eins der Konzerthighlights des Jahres, weil Party garantiert ist. Ob 40-jähriger Altrocker, Abiturient oder Schlosserlehrling. Selbst die Geistlichkeit in Form vom Pfarrer der Dreifaltigkeitskirche gibt sich die Ehre.

Die Herrschaften namens Beini, Frank und Sandy sind alle Borbecker Urgesteine und spielen seit über 20 Jahren zusammen. Jedes Jahr im Frühjahr geben sie einen Gig im Café Nova. Neben dem Winterbockanstich am ersten Freitag im Dezember ein rot angestrichener Termin im Kalender.

Neulinge, die noch auf keinem Atemlos-Konzert waren, kratzen sich zu Beginn noch irritiert am Kopf, was der kräftige Mann mit dem schütteren Haar und dem Schnauzbart da oben auf der Bühne für einen Heck Meck veranstaltet. Nach zwei großen Gläsern Dampfbier sieht die Sache aber schon anders aus, denn der Neuling befindet sich mitten im Pulk von berauschten Fans und gröhlt wankend und tanzend mit. Kein Scherz, das habe ich schon mehrmals erlebt. Ob Ossi oder Münsteraner.

Wer braucht millionenschwere Projekte, wenn die wirklich echte Kulturhauptstadt mitten in Borbeck ihr pilsgeschwängertes Herz hat? Den ganzen Beitrag lesen »

Folk-Andacht in Borbeck

22. März 2009

Am Samstag den 21.März zeigte sich der Folk-Musiker David Munyon aus Rhode Island in bester Verfassung und spiele über 3 Stunden für die 100 Zuhörer. Fast gespenstisch war die Ruhe im Publikum, andächtig lauschte man diesem gebrochenen Mann und seinen Songs. Es war wirklich ein schöner Abend, wobei das Publikum zumeist jenseits der 40 war und der erwartete Moshpit mit anschließendem Saufgelage leider ausblieb. Dass ich jedoch nach dem Konzert als letzter an der Theke ohne Kontrahent verweilte hätte ich bei diesem Alt-Hippie Volk nicht erwartet.

Zu bewundern war sein Altar aus kitschigen Götzenbildern. Der Ex-Junkie (20 Jahre an der Nadel) versuchte uns zu seinem polytheistischen Potpourri aus Buddha, Jesus und Dylan zu bekehren.

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Borbeck is not dead – Teil 1

11. März 2009

Wir befinden uns im Jahr 2009 n. Chr. Ganz Borbeck ist vor Langeweile eingeschlafen. Ganz Borbeck? Nein! Ein Hand voll von unbeugsamen Wirten hört nicht auf, der Langeweile Widerstand zu leisten. Die fröhlichen und rauflustigen Borbecker fürchten sich eigentlich nur vor einem – daß ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.


Wir stellen unsere Lieblingskneipen im Großraum Borbeck vor. Heute im ersten Teil:

nova1CAFÉ NOVA

Von außen sieht der Live Music Club unscheinbar aus, bei vielen ist er immer noch als Jugendheim bekannt. Das NOVA ist schon lange in der Musikszene eine Institution, in dem an jedem Freitag in der Woche der harte Rock die Ruhe in Borbeck stört.

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