RWE Fans wollen nicht länger wegsehen und schweigen.
Deswegen wird es am 20. März 2010 eine Fandemo, vom Willy-Brandt-Platz am Essener Hauptbahnhof startend, geben…
Die Faninitiative Essen ruft alle RWE-Fans auf, am 20. März 2010 um 10:00 Uhr auf dem Willy-Brandt Platz am Essener Hauptahnhof zu erscheinen, um GEMEINSAM UND FRIEDLICH, für das neue Stadion zu demonstrieren. www.faninitiative-essen.de
Was WAZ, NRZ, Reviersport & Co anscheinend nicht zu fragen wagen, erledigen nun die Jungs von Jawattdenn.de.
Christian Hülsmann stellt sich im großen Interview den Fragen der leidgeprüften rot-weissen Seele. Neben vielen Erklärungen, die die eigentlich unverständlichen Zusammenhänge ein wenig verständlicher werden lassen, macht ein Satz mal wieder Hoffnung:
[...] Es ist momentan nichts gestoppt und wir liegen noch voll im Zeitplan. [...]
Spätestens ab dem Frühjahr könnte sich der morgendliche Blick in die Baustellen-Webcam wieder lohnen (oder halt eben auch nicht).
Zum Saisoneröffnungsspiel der Regionalliga-Saison gegen Kaiserslautern wird Oberbürgermeister Reiniger symbolisch eine alte Stadionmauer abreißen, um den Neubau einzuleiten.
Aufbau oder dem Abbruch einer Mauer, das kennen wir Deutschen. PR-Agenturen in ganz Europa raten seit Jahren: “Sie wollen in die Historie eingehen? Dann machen Sie irgendwas mit einer Mauer!” Walter Ulbricht, der erste chinesische Kaiser Qin Shihuangdi, Ariel Sharon, der dicke Kanzler von der CDU oder zuletzt Martin Sonneborn (Die PARTEI) haben es vorgemacht.
Zwanzig Jahre nach Helmut Kohl ist es wieder einmal einem Christdemokraten gelungen, die Blockade-Politik der Sozialisten zu beenden und altehrwürdige Gemäuer einzureißen. Oberbürgermeister Reiniger auf den Pfaden von Genscher und “Helmut, Helmut!” Kohl. Das Publikum wird in freudiger Erwartung “Wir sind das Volk” und “Die Mauer muss weg” schreien. In der Fußballbundesrepublik Essen werden blühende Mannschaften entstehen und die Honecker….ähm Entschuldigung,…Hempelmann-Ära wird endgültig vergessen sein.
20.000 Essener finden Platz in der neuen rot-weiß-demokratischen Fußballwelt, wenn das Stadion im Sommer 2011 fertiggestellt ist. Wir werden es uns auf der Hintertor-Stehtribüne bequem machen. Geplant ist ein Stadion im englischen Stil mit vorerst offenen Ecken, die gegebenenfalls geschlossen werden können und sich die Kapazität auf 25.000 Zuschauer erhöht.
Update 08.08.2009:Eine Mauer wurde zwar nicht wirklich eingerissen, aber der offizielle erste Spatentisch erfolgte am Samstag. Ab sofort gibts unter www.stadion-essen.de seitens der GVE Infos zum Stadionneubau.