Archiv für das Tag 'Rock'

Kein Bock auf Stoffbuchsen

3. März 2010

www.2010lab.tvAlle schauen nach Berlin, München oder Köln. Dabei besteht seit Jahren eine lebendige Musikszene im Ruhrgebiet. Rock, Indie, Metal & Punk sind Themen, die von den Organisatoren der Kulturhauptstadt komplett außen vor gelassen werden. Abseits von Symphonieorchestern, millionenschweren Investitionen in Museen und Gourmetmeilen auf der A40, präsentiert sich das interessante Projekt 2010lab.tv. Täglich werden Podcasts und Artikel veröffentlicht, die sich mit der Kultur der „kleinen Leute“ beschäftigt, die im nicht für teures Geld ins Theater gehen, sondern selber mit wenig Mitteln kulturelle Projekte erschaffen.www.2010lab.tv

Wir Künstler im Ruhrgebiet sind nie arty geworden, weil wir kein‘ Bock auf Stoffbuchsen haben. Wat wir machen, muss schon irgendwie Eier haben. (Tom Liwa)

Die Reihe „Ruhrgebiet – Aufgenommen und abgemischt“ beschäftigt sich mit der vielfältigen Musikmetropole. In dem zweiten Teil kommen Vertreter der Indieszene (Kilians, Thees Uhlmann, Tom Liwa) zu Wort und sprechen über die besondere Verbundenheit mit der Heimat. Zudem wird unser einziges großes Rockfestival „Area4“ vorgestellt. Monatlich werden Beiträge veröffentlicht. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich!

Davon können sich die Ruhr.2010-Marketingstrategen mal eine Scheibe abschneiden!www.2010lab.tv

Prolog / Episode 0: (Jan2010) „UNTERTAGE CHEFETAGE“
– Musik im Ruhrgebiet

Episode 1: (Feb2010) „rock.2010 – ROCK UND INDIE IM RUHRGEBIET“
– Kilians, Visions, Area4 und Tom Liwa

Episode 2: (Mär2010) „MÜLHEIMER MELANGE“
– Sturköppe zwischen den Stühlen? Helge Schneider vs. Bohren und der Club of Gore

Episode 3: (Apr2010) „SCHWERMETALL – GLOBALER EXPORT“
– Heavy Metal und Konsorten: Caliban, Kreator und die Japanischen Kampfhörspiele

Episode 4: (Mai2010) „HOCHKULTUR IM STAHLKORSETT“
– Theater und Musik: Ruhrtriennale, Hajo Sommers, Karsten Riedel und Helge Schneider

Episode 5: (Juni2010) „RAP IM RUHRGEBIET“
– Dick, blockig und voll erkennbar: Too Strong, Creuzfeld & Jakob und die Bandbreite

Episode 6: (Juli2010) „REVIERCLUB / TANZINDUSTRIE“
– Juicy Beats, Klaus Fiehe und Phil Fuldner

Episode 7: (Aug2010) „UNTERTAGE OHNE KOHLE“
– Subkulturen Punk und Ska: Die Kassierer, Pristine, Alpha Boy School u.a.

von Jörg Stiepermann, Peter Hesse und VISIONS-Autor Jens Mayer.

dredg: Für die Desillusionierten

12. Mai 2009

dredg @ myspace

dredg @ myspace

Für mich jetzt schon eins der Alben des Jahres: „The Pariah, The Parrot, The Delusion“ von dredg, einer Alternative/Progressive Rockband aus der Bay Area. Wundervolle instrumentale Klänge mit der melancholischen Stimme von Gavin Hayes. Meist bilden geniale Drums kombiniert mit dem Piano (beides gleichzeitig gespielt vom Schlagzeuger) den Unterbau für einen Gitarrensound, der leichtfüßig zum Abheben in den Sternenhimmel einlädt. Elektronische Spielereien runden den Gesamtsound ab. Selbst für die Experimentierfreudigkeit lohnt es sich die am 29. Mai 2009 erscheinende LP zu kaufen. Perfekt wird der Song jedoch erst durch den ergreifend melancholischen Gesang. Ein gutes Beispiel für den Sound bietet die Single „Information„. Noch sind nicht alle Songs sind auf ihrer Myspace-Seite zu hören, aber es verspricht der Wahnsinn zu werden.

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