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	<title>BorbeckerHalblang.de - Das Blog &#187; SV Vogelheim</title>
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	<description>Fußball, Kneipe, Kultur</description>
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		<title>Vom Vorortclub zum Tr&#252;mmerhaufen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 22:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwoch den 4.M&#228;rz fand neben der wichtigen Ratssitzung &#252;ber den Stadion-Neubau auch eine sehr interessante Veranstaltung in der Alten Cuesterey in Essen-Borbeck statt. Der Kultur-Historische Verein Borbeck veranstaltet mit dem Stadtarchiv Essen eine Ausstellung &#252;ber die Anf&#228;nge von Rot-Weiss Essen. Im Zuge dessen hielt der Sporthistoriker Prof. Dr. Andreas Luh (Ruhr-Universit&#228;t Bochum) einen Vortrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.borbeckerhalblang.de/blog/2009/03/vom-vorortclub-zum-truemmerhaufen/&amp;layout=standard&amp;show_faces=0&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:40px"></iframe><p>Am Mittwoch den 4.M&#228;rz fand neben der wichtigen Ratssitzung &#252;ber den Stadion-Neubau auch eine sehr interessante Veranstaltung in der Alten Cuesterey in Essen-Borbeck statt. Der Kultur-Historische Verein Borbeck veranstaltet mit dem Stadtarchiv Essen eine Ausstellung &#252;ber die Anf&#228;nge von Rot-Weiss Essen. Im Zuge dessen hielt der Sporthistoriker Prof. Dr. Andreas Luh (Ruhr-Universit&#228;t Bochum) einen Vortrag &#252;ber das &#8220;System Melches&#8221;. Es ging um den Aufstieg des kleinen Vorortclubs &#8220;SV Vogelheim&#8221; zum international renommierten Verein &#8220;Rot-Weiss Essen&#8221; in den 50er Jahren. Die Familie Melches, insbesondere Georg, haben durch ihr Engagement den Erfolg unseres Vereins in der ersten H&#228;lfte des 20.Jahrhunderts m&#246;glich gemacht.<span id="more-264"></span></p>
<p>Zu Zeiten, in denen im Essener Norden noch Zechen das Stadtbild pr&#228;gten, war die Entwicklung des Vereins eng mit der hiesigen Industrie verbunden. Prof. Dr. Luh machte deutlich, dass Georg Melches den Fu&#223;ballverein durch geschickte wirtschaftliche Kontakte zu der Zeche Emil Emscher bzw. der Altenessener Bergwerk AG Rot-Weiss Essenin der Oberliga West zu einer festen Gr&#246;&#223;e machen konnte. Zwar gab es zu dieser Zeit noch nicht das klassische Sponsoring, aber da Melches in den &#8220;Didier Werken&#8221; zum Vorstand geh&#246;rte, wurden stets Material und Arbeiter f&#252;r den Stadionbau mobilisiert. Die Arbeiter der Zeche Emil Emscher wurden sogar zum Putzen der Fu&#223;ballschuhe abgestellt. Dieses ausgekl&#252;gelte &#8220;System Melches&#8221; machte den Spielbetrieb auch in Zeiten des Krieges m&#246;glich. So hatte er beste Kontakte zur Wehrmacht und lie&#223; f&#252;r wichtige Ligaspiele die Kicker von der Front in den Heimaturlaub schicken.</p>
<p>Interessant ist der Fakt, dass die RAG 1969 unter anderem aus der Altenessener Bergwerk AG entstand. Aus diesen Wurzeln setzt sich heute der bekannte Mischkonzern EVONIK zusammen. Schon fr&#252;h waren gro&#223;e industrielle Unternehmen mit RWE verbunden und unterst&#252;tzten den Verein. Diese Tradition gilt auch f&#252;r die Essener Stadtwerke, die g&#252;nstige Kredite und Grundst&#252;ckspreise vergaben.</p>
<p>Es ist nicht weit hergeholt, wenn man das System Melches mit heute vergleicht. Auch heute sponsern die Alu-H&#252;tten unsere Jugend und die RWE AG ist einer unserer letzten gro&#223;en Partner. Wo bleibt die Unterst&#252;tzung von der RAG -&gt; Evonik? Die Geschichte hat den Verein RWE und die Industrie fest miteinander verwurzelt, sind zusammen gro&#223; geworden, haben sich gegenseitig viel zu verdanken. Schlie&#223;lich war ein Fu&#223;ballverein der soziale Dreh- und Angelpunkt vieler Arbeiter, die in der Kohle- und Stahlindustrie t&#228;tig waren. Grade in der harten Zeit w&#228;hrend und nach dem Krieg.</p>
<p>Unternehmen wie Evonik, denen wir jetzt den schwarzen Peter zuschieben, weil sie die versprochenen 8 Millionen Euro dem Projekt Stadion nicht zukommen lassen wollen, obliegt weiterhin einer gro&#223;en Verantwortung gegen&#252;ber der Region, die sie reich gemacht hat.</p>
<p>Wir brauchen wieder ein &#8220;System&#8221;, welches das Umfeld zusammenh&#228;lt und die Wirtschaftskraft Essens nutzt, um sportlichen Erfolg zu erreichen. Wird es ein &#8220;System Strunz&#8221; oder &#8220;System H&#252;lsmann&#8221; geben?</p>
<p>Ich m&#246;chte euch die liebevolle Ausstellung in der &#8220;<a title="Alte Cuesterey" href="http://www.khv-borbeck.de/index2.html" target="_blank">Alten Cuesterey</a>&#8221; empfehlen. F&#252;r RWE-Nostalgiker sind besonders die Veranstaltungen zu besuchen. Sie werden von Historikern und Fans liebevoll organisiert und bringen interessante Details aus der Vergangenheit unseres Vereins. In Hinblick auf den geplanten Bau des Stadions ist der Termin am 18.3.  &#8220;<strong>Stadionfragen in Essen – ein Jahrhundertprojekt&#8221;</strong> reizvoll<strong>. </strong>Kann man die Fehler, die in der Geschichte gemacht wurden vermeiden daraus lernen?</p>
<p><strong>Termine: </strong></p>
<ul>
<li>So., 15.3., 15.00 Uhr<strong>Gespr&#228;chsrunde mit aktuellen und ehemaligen<br />
RWE-Spielern.</strong></p>
<p>Angek&#252;ndigt haben sich u.a. Werner Kik, Ente Lippens und Dirk Helmig<strong><br />
</strong></li>
<li>Mi., 18.3., 19.00 Uhr<strong>Stadionfragen in Essen – ein Jahrhundertprojekt</strong>Vortrag<br />
Georg Schrepper (Kultur-Historischer Verein Borbeck)</li>
<li>So., 22.3., 15.00 UhrAusstellungsfinissage<br />
<strong>Rot-Wei&#223;e Filmdokumente von der Deutschen<br />
Meisterschaft 1955 aus der Stadtbildstelle Essen<br />
Moderation</strong><br />
Georg Schrepper (Kultur-Historischer Verein Borbeck)<br />
Uwe Wick (Willibald Gebhardt Institut)</li>
</ul>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-265" title="RWE in der Alten Cuesterey" src="http://www.borbeckerhalblang.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/cuesterey.jpg" alt="RWE in der Alten Cuesterey" width="290" height="595" /></p>
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